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Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) – Schafft es Timmy nun endlich zurück in die Freiheit? Am Samstag war der Buckelwal in der Ostsee erneut gestrandet, am späten Abend konnte er sich selbst befreien und losschwimmen. Doch seit Sonntagmorgen hängt er wieder fest, diesmal auf einer Sandbank in der Wismarer Bucht.
Bei alldem wird das Tier von der Wasserschutzpolizei bewacht. Auch BILD-Reporter sind vor Ort und berichten live über die Wal-Rettung.
Lesen Sie alle aktuellen Meldungen im Live-Ticker.
29.03.2026 – 19:13 Uhr
Haut „extrem angegriffen“
Ein Foto, auf dem der Rücken des Buckelwals detailliert zu erkennen ist, zeigt, wie geschunden das Tier mittlerweile ist. „Die Haut ist extrem angegriffen“, erklärte Greenpeace-Meeresbiologe Thilo Maack. „Der Wal muss schnell freikommen, damit er überhaupt noch eine Chance hat.“

Der Rücken des Wals ragt aus dem Wasser, die Haut sieht laut Meeresbiologen stark beansprucht aus
Foto: Bodo Marks/dpa
29.03.2026 – 18:29 Uhr
Rufe des Wals werden weniger
Hoffentlich ruht sich Timmy jetzt aus! Im Vergleich zum Vortag seien die Rufe des Buckelwals deutlich weniger geworfen, wie Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (67, SPD) am Sonntag sagte. Nur gelegentlich stößt er eine Wasserfontäne in die Luft.
29.03.2026 – 18:00 Uhr
Greenpeace: Darum gibt es jetzt keine Rettungsversuche
In einem Video auf Instagram erklärte Greenpeace-Meeresbiologe Thilo Maack, warum am Sonntag keine weiteren Rettungsversuche unternommen werden sollen: „Der Wal kann eigentlich jederzeit lossschwimmen. Wir haben heute verschiedene Versuche gemacht, ihn zu motivieren, er hat nicht darauf reagiert. Das war der Moment, wo wir entschieden haben, dass er offensichtlich Ruhe braucht.“

Greenpeace-Meeresbiologe Thilo Maack untersuchte am Morgen zusammen mit weiteren Experten den Wal
Foto: NEWS5
29.03.2026 – 17:27 Uhr
So groß könnte der Wal noch werden
Laut Meeresschutzorganisationen handelt es sich bei Timmy um einen jungen, männlichen Wal, der etwas über 12 Meter lang ist. Er könnte noch bis zu 17 Meter lang und 30 Tonnen schwer werden, wenn er den Weg in die Freiheit schafft.
29.03.2026 – 17:13 Uhr
Expertin: Wal ist nicht zum Sterben gekommen
Kommen Buckelwale möglicherweise zum Sterben an die Küsten? Dafür gebe es bislang keine wissenschaftlichen Hinweise, beteuerte Veterinärin Stephanie Groß von der Tierärztlichen Hochschule Hannover. „Ansonsten würden wir weltweit deutlich mehr Buckelwal-Strandungen sehen, wenn alle alten, kranken, geschwächten Buckelwale in die Flachwassergebiete kämen“, erklärte die Expertin.
29.03.2026 – 16:38 Uhr
Timmy atmet langsamer
Die Atemfrequenz des Wals ist seit heute reduziert, wie das Deutsche Meeresmuseum auf seiner Website mitteilte. Heißt: Das geschwächte Tier macht weniger Atemzüge pro Minute, um sich zu schonen. Hoffentlich kann Timmy so Kraft tanken!
29.03.2026 – 16:20 Uhr
Buckelwal wird zum Besuchermagneten
Während auf See die Wasserschutzpolizei den gestrandeten Wal schützt, herrscht auf Land reges Treiben. Tausende Schaulustige versammelten sich am Sonntag am Ufer, um das Tier aus der Ferne zu bestaunen. „Wann sieht man schon mal so ein Phänomen?“, schildert ein Besucher.

Viele Beobachter kamen am Sonntag zur Seebrücke Bad Wendorf in der Wismarer Bucht
Foto: NEWS5
29.03.2026 – 16:00 Uhr
Ostsee-Pegel soll in elf Stunden sinken
Der Wasserstand soll in der Nacht zu Montag sinken, wie der Direktor des Meersmuseums Stralsund, Prof. Dr. Burkard Baschek, sagte. Genauer: um etwa 40 Zentimeter bis zwischen 3 und 4 Uhr. „Wenn der Wal nicht aus eigener Kraft in den nächsten Stunden freikommt, wird die Situation für ihn erst mal schlechter“, ordnet der Professor ein.
29.03.2026 – 15:21 Uhr
Wal braucht noch keine Nahrung
Laut Biologen wird Wal Timmy schwächer und macht kaum Bewegungen, um sich freizuschwimmen. Stephanie Groß von der Tierärztlichen Hochschule Hannover bezeichnet den Ernährungszustand des Tieres trotzdem als gut. Sie erklärt: „Buckelwale können wochenlang ohne Nahrung auskommen.“

Timmy, benannt nach seiner ersten Strandung am Timmendorfer Strand, liegt derzeit vor Wismar
Foto: Daniel Müller/Greenpeace Germany/dpa
29.03.2026 – 15:00 Uhr
Timmy hat noch immer ein Fischernetz im Maul
Der Wal war vor seiner Odysee an der Ostseeküste offenbar in ein Fischernetz geraten. Helfer konnten in den vergangenen Tagen zwar einen Teil des Netzes von dem Tier entfernen. Ein weiteres Stück hängt aber immer noch in seinem Maul, wie Stephanie Groß vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung der Tierärztlichen Hochschule Hannover sagte.